Zitat

Diskriminierung ist…

Vom Grundgesetz nicht tolerierte Ungleichbehandlung und Diskriminierung ist, wenn man gleichartige Sachverhalte ungleich behandelt. […] Nicht immer wo Sachen unterschiedlich behandelt werden, sondern da wo gleichartige Sachen unterschiedlich behandelt werden, da ist Diskriminierung.
Da wo Ungleiches unterschiedlich behandelt wird, ist keine.
Dr. Ulrich Wehner in LuW001, ab 1:47:13

Und weiter:

Andererseits kann Diskriminierung da sein, wo ungleiches gleich behandelt wird.
So – ist ja nicht so schwierig. Aber da muss man jedenfalls nicht gleich als allererstes, wenn Männer anders behandelt werden als Frauen, muss man nicht gleich sagen „Ist ja ne Diskriminierung“ – es kann auch sachliche Gründe haben, […] weil Männer nicht in dunklen Parkhäusern – jedenfalls wirklich nur so selten, dass man keine Sonderregelung schaffen muss – doof angemacht oder gar doof angegrabscht oder gar vergewaltigt werden.

Es ging um die Klage gegen Frauenparkplätze eines Studenten der Eichstätt besucht(!) hat.

Diese Frauenparkplätze wurden eingerichtet, weil eben dort eine Vergewaltigung an einer Frau stattgefunden hatte.

Kannste dir nicht ausdenken.

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Was ich diese Woche gelernt habe

  • Es gibt ein HTML-Element für Keyboard-Eingaben:
    <kbd>Enter</kbd>
  • Interessanter Bericht über WGSN bei 99% Invisible. Es geht um eine Firma die gegen Gebühr Trends vorher sagt. Der Service wird z.B. von Textilherstellern in Anspruch genommen, um Kollektionen zu entwerfen.
  • Beeindruckend einfach umgesetzter, beeindruckender Effekt.
    Screenshot Video mit mix-blend-mode Overlay
  • “… to procrastinate is to mourn the precariousness of your creation even before you bring it into the world.” – Costica Bradatan

    via swissmiss

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Was ich diese Woche gelernt habe

  • Dank ihrer App kennt Uber den aktuellen Akkustand. Sie behaupten zwar, sie würden das nicht in ihr dynamisches Preisgestaltungs-Modell einfließen lassen, aber es ist anscheinend so, dass man sich mit einem leeren Akku eher für eine teure Fahrt entscheidet (Podcast, bei ca. Minute 18)

    (Hidden Brain, Episode 31, Direktdownload)
  • Der Trick mit text-indent:-9999px ist zweifelhaft. Mit display:none ist der Inhalt auch für Suchmaschinen und Screenreader nicht sichtbar. Eine schicke Methode haben die FE-Menschen der Welt gefunden:
    .visually-hidden {
        position: absolute;
        height:1px;
        width:1px;
        clip: rect(0 0 0 0);
        overflow:hidden;  
        border: 0;
        margin: -1px;
        padding: 0;
    }
  • Manchmal, aber nur manchmal, haben Programmierer !important gern.
  • Coole Hacks um die CSS Spezifität zu erhöhen oder zu verringern (ohne dass man viele Selektoren oder IDs stylen muss):
    Spezifität erhöhen durch das mehrfaches anwenden derselben Klasse:
    .class.class {…}
    Spezifität einer ID verringern, bzw. eine ID stylen, ohne Verwendung eines ID-Selektor:
    [id='example'] {…}
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Was ich diese Woche gelernt habe

  • Menschen tendieren dazu, Probleme in die Zukunft zu verlagern.
    Warum das so fatal für die Menschheit ist, erklärt Satyajit Das zwei Stunden lang in der Episode 91 von „The Extra Environmentalist“.
    Satyajit Das ist der Autor von „The Age of Stagnation: Why Perpetual Growth is Unattainable and the Global Economy is in Peril“.
  • Für Weine sind folgende Dinge schlecht: Sonnenlicht, Temperaturwechsel, Lagerung bei Zimmertemperatur (beschleunigt die Alterung um das Zwei- bis Dreifache), Erschütterung.
  • Die Beispiele die Steve Krug in seinem „Don’t make me think“ bringt sind etwas in die Jahre gekommen (ich habe die 2006er Ausgabe, es gibt aber auch eine von 2013). Nichtsdestotrotz steht noch unheimlich viel Wahres und Gutes drin. Ich glaube ich werde hier immer mal wieder Beispiele bringen, z.B.:
    Es gibt keinen Durchschnittsuser:

    In fact, all of the time I’ve spent watching people use the Web has led me to the opposite conclusion: all Web users are unique, and all Web use is basically idiosyncratic.

    Pauschal kann man kaum eine Methode als gut oder schlecht bezeichnen:

    The problem is, there are no simple “right” answers for most Web design questions (at least not for the important ones). What works is good, integrated design that fills a need – carefully thought out, well executed, and tested.

    Testing ist alles:

    And there’s only one way to answer that kind of question: testing. You have to use the collective skill experience, creativity, and common sense of the team to build some version of the thing (even a crude version), then watch ordinary people carefully as they try to figure out what it is and to use it.
    There is no substitute for it.

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Was ich diese Woche gelernt habe

  • Als einziger Designer unter lauter Programmierern kann man sich schnell als der Problemlöser verstehen, finde ich. Wie das und die Workflows funktionieren können, beschreibt Ted Goas sehr schön.
  • Man kann entweder sagen: „Menschen sind bloß hochentwickelte Tiere“, deswegen kann man ihnen Freiheit und Würde absprechen – das wäre die naturwissenschaftliche Logik konsequent weitergedacht.
    Man kann aber auch sagen: „Tiere sind nur noch nicht so hoch entwickelt wie der Mensch“, und ihnen daher Würde und Freiheit zusprechen. Konsequenterweise aber auch Bewusstsein und Gefühle. Sie sind zwar noch nicht so weit entwickelt, müssen aber vorausgesetzt werden – das ist der umweltphilosophische Ansatz von Hans Jonas. Podcast dazu (wird wahrscheinlich im März 2017 depubliziert).
  • Allerhand Tricks, wie man Webfonts am besten lädt
    Auch wenn ein paar davon (wie localStorage) wohl den Aufwand nur bei viel Traffic rechtfertigen. (Update: Double Post, so gut merke ich mir also was ich schonmal gelesen habe 😀 )
  • Wie man Neid zu etwas besserem verkehren kann. Zu einem Call To Action beispielsweise (lustige Idee mit dem „Neid-Tagebuch“):
    https://vimeo.com/157562955